Alltagsprobleme und Bewältigungsstrategien von Erwachsenen mit Lese-Rechtschreibproblemen oder Schwierigkeiten mit dem Rechnen

Auch Erwachsene sind betroffen

Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben (Legasthenie, LRS, Dyslexie) oder Rechnen (Dyskalkulie) sind nicht nur ein Problem, das Kinder betrifft. Ebenso oft wie bei Kindern sind diese auch Bestandteil des Lebens von Jugendlichen und Erwachsenen.

Während viele der betroffenen Kinder heute Eltern und Lehrer haben, die den besten Weg für sie suchen, sind Erwachsene oft auf sich alleine gestellt. Es fehlt in den meisten Fällen eine genauere Abklärung und die pädagogische oder auch psychologische Unterstützung.

Probleme im Alltag

junger Mann liest

So passiert es schnell, dass mangelnde Fähigkeiten im Schreiben und Lesen oder im Rechnen die Persönlichkeit umklammern. Allgemeine psychische Verunsicherung, Ängste und Selbstzweifel sind die Folge und bestimmen auch maßgeblich den Alltag. An der Arbeitsstelle, selbst in der Partnerschaft, kommt es zu Stress durch die Versuche, die Schwächen im Lesen, Schreiben und Rechnen zu verstecken und zu verheimlichen.

Es kostet die betroffenen jungen Menschen und Erwachsenen enorme Energie, ständig Ausreden parat zu haben. Denn aus der Sicht des Betroffenen scheinen Job und Partnerschaft gefährdet, wenn er "Farbe bekennt". Das Leben droht in einer Sackgasse zu enden, neue persönliche und berufliche Entwicklungswege bleiben versperrt.

Um in der Sprache von "LegaKids" zu sprechen: Lurs ist auch in der Erwachsenenwelt tätig! Er sorgt dafür, dass Blockaden entstehen, dass Freiheit und Fröhlichkeit schwinden und der Stresspegel immer hoch bleibt.

Frau liest und denkt nach

Was ist zu tun?

Wie Kinder benötigen auch Jugendliche und Erwachsene Unterstützung, um aus diesem Teufelskreis auszubrechen.

 Der erste Schritt zur positiven Bewältigung des Problems liegt in deren Akzeptanz:

"Ich tue mich mit dem Lesen und Schreiben schwer, na und!" oder: "Was ist dabei, wenn ich einen Taschenrechner benutze?"

Offene Gespräche - eventuell auch in einer Gruppe - helfen, die erlebten Frustrationen abzubauen. Therapeutische Begleitung kann beim Abbau der Blockaden unterstützen und zur Verbesserung der Schreib- und Leseleistungen beitragen sowie auch fehlende Rechenfertigkeiten aufbauen.

Mut und Offenheit

Durch mutige und offene Auseinandersetzung mit dem Problemfeld wird dem Vorurteil begegnet, Menschen die sich schwer mit dem Lesen, dem Schreiben oder dem Rechnen tun, seien dumm.

Erst wenn dieses Vorurteil abgebaut ist, können die Betroffenen tatsächlich als Persönlichkeiten wahrgenommen werden, die nicht selten beeindruckende Begabungen und Kompetenzen besitzen - auch als Menschen, die aufgrund ihrer Probleme im Schreiben, Lesen oder Rechnen gelernt haben durchzuhalten, Widerständen zu trotzen und kreative Lösungen zu finden.

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