Ampelsignale zeigen Förderbedarf – Bundesweite LISA-Bildungskampagne

05.08.2010

Der Lernserver der Universität Münster und der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, bieten allen deutschen Schulen die kostenlose Analyse der Rechtschreibkompetenz ihrer Schüler an. Ampelsignale zeigen den individuellen Förderbedarf auf.

"Je früher Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten erkannt werden, umso gezielter können Schule und Eltern an einem Strang ziehen, um den Kindern einen begabungsgerechten Abschluss zu ermöglichen", sagt Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben der Lernserver und der BVL das LISA Projekt ins Leben gerufen. Es soll Kindern, die mit der Rechtschreibung Schwierigkeiten haben, frühzeitig Unterstützung und Förderung ermöglichen.

Zu Beginn des neuen Schuljahrs können sämtliche Schüler von Grund- und weiterführenden Schulen (bis zur Klasse 6) in der Rechtschreibung getestet werden. Die Testung erfolgt im Klassenverband, für die Eingabe der Ergebnisse werden je Kind 5-8 Minuten benötigt.

Weitere Informationen in: Ampelsignale zeigen Förderbedarf – Bundesweite LISA-Bildungskampagne

LegaKids begrüßt diese Initiative, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass aufgrund fehlerhafter Rechtschreibung keinem Kind der Zugang zu weiterführenden Schulen verwehrt werden dürfte. Eine Überbewertung der Rechtschreibung fördert sicher nicht die Freude an der Schriftsprache. Zur Schriftsprache gehört nicht nur das Schreiben, sondern vor allem das Lesen. Die Lesekompetenz hat letztlich wesentlich größere Auswirkungen auf das Leben eines Menschen als es die Rechtschreibung hat, die überdies hinaus im Computezeitalter an Stellenwert verliert.