Münchner Uni-Klinik fragte das KVR nach Daten von LRS-Kindern ...
... und bekam sie prompt geliefert.
Die SZ (23.06.10) spricht von Datenmissbrauch, der Merkur-online zitiert Politker: "Die Weitergabe der Kinderadressen ist ein Skandal."
Die Klinik suchte und nutzte die Daten für eine Studie zur Erforschung der Lese- und Rechtschreibschwäche. Eltern glaubten, dass die Daten sicher aufbewahrt und nicht weitergegen würden. Sie haben sich getäuscht.
Eine Mutter war darüber empört. Sie protestierte und verlangte, dass die Daten Ihres Kindes gelöscht werden: "Es hat mich damals zahlreiche Anrufe und Schreiben an den Bayerischen Datenschutzbeauftragten, das KVR, sogar eine Anfrage im Landtag, vor allem aber in der Klinik gekostet, um die Löschung unserer Daten zu erwirken." (Zitat aus der SZ)
Wir zitieren den Merkur-online: "Was die Mutter beunruhigt: 'Die Teilnahme an solchen Studien kann den Kindern später zum Nachteil gereichen.' Arbeitgeber oder Versicherer könnten größtes Interesse an den Daten haben, den Kindern könnte somit eine berufliche Zukunft verbaut werden. Falls an einer Klinik nicht alle EDV-rechtlichen Sicherheitsaspekte regelmäßig geprüft und auch eingehalten würden, könnten solche Informationen in die Hände Dritter gelangen."


