"Keine Bildung ohne Medien": Politik muss handeln!

28.11.2011

Der Sprecher der Initiative "Keine Bildung ohne Medien", Prof. Dr. Horst Niestyto von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg warnt davor, die bisherige Projektförderung im medienpädagogischen Bereich als ausreichend zu betrachten: "Wir alle, aber insbesondere Jugendliche, nutzen mehr Medien im Alltag als je zuvor. Die Politik muss darauf reagieren. Es ist höchste Zeit, nachhaltige Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Medienkompetenz und Medienbildung nicht reine bildungspolitische Schlagwörter bleiben."

Die Initiative "Keine Bildung ohne Medien" ist ein Zusammenschluss
führender medienpädagogischer Organisationen in Deutschland mit
einem Kommunikationsnetzwerk, in dem  die Themen, Ziele und Aktivitäten der Initiative diskutiert werden können.

Die Initiative hat die Resultate des medienpädagogischen Kongresses
vom März 2012 in einem medienpädagogischen Manifest  zusammengefasst. In diesem sind fünf zentrale Forderungen enthalten:

Die fünf zentralen Forderungen:

  • Für alle Schulformen müssen medienpädagogische Bildungsstandards vereinbart und entsprechende Curricula verankert werden.
  • Die Intensivierung von Medienprojekten in bildungsbenachteiligten Milieus ist im Kontext kultureller Bildung  erheblich mehr zu fördern.
  • Die Verbesserung der Infrastruktur, der personellen Ausstattung soll durch kontinuierliche öffentliche Mittel  gesichert werden.
  • Medienpädagogische Grundbildung muss als verbindlicher Bestandteil der pädagogischen Ausbildung gelten.
  • Der Ausbau der medienpädagogischen Forschung  ist dringend notwendig.

Das Manifest als PDF (811 KB)

http://www.keine-bildung-ohne-medien.de/

LegaKids hat sich der Initiative angeschlossen und sieht insbesondere in dem Bereich LRS, Legasthenie und Rechenschwäche große Chancen, die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen zu nutzen, um sie in ihrer schriftsprachlichen Kompetenz zu fördern und zu stärken.

Das machen wir ja schon seit ein paar Jahren :-)