Schultipp: Bewegung bei den Hausaufgaben

20.09.2011

Hausaufgaben sind ein Kapitel für sich. Eltern, deren Kinder die Hausaufgaben selbständig – und auch vollständig – erledigen, können sich glücklich schätzen. In der Realität ist es höchst selten so. Abhängig von der Menge, dem Thema, zusätzlichen Übungspflichten und der "Lust" des Kindes wird die Hausaufgabensituation für Kind und Eltern oft zur Zerreißprobe. Was erleichtert die Hausaufgaben-Bewältigung?

Achten Sie auf regelmäßige Pausen während der Hausaufgaben

Je nach Alter der Kinder reicht die Konzentrationsspanne von 15  bis 30 Minuten. Danach ist der Akku leer und die Kinder müssen ihn wieder aufladen: Durch Bewegung, am besten in frischer Luft, und  Wasser trinken kann der Hirn-Akku am schnellsten betankt werden.

"Dynamisches Sitzen" fördert die Konzentration

Ihr Kind "darf" seine Sitzhaltung immer wieder verändern: mal lehnt es sich an, mal sitzt es aufrecht, mal im Reitersitz mit der Lehne vor sich, um nur einige der vielfältigen Möglichkeiten beim Sitzen zu nennen.
Ein „Ballkissen“ ist eine gute Hilfe für dynamisches Sitzen.

Hausaufgaben können auch im Liegen angefertigt werden

Atmung und Blutkreislauf funktionieren in dieser Haltung besser als im Sitzen.
Die Schrift sollte möglichst nicht darunter leiden :-)

Schreibhausaufgaben kann Ihr Kind auch stehend erledigen

zum Beispiel am Stehpult. Hier gibt es neben fertigen Modellen auch Bastelanleitungen im Internet - probehalber kann auch das Bügelbrett genutzt werden.

Beim mündlichen Lernen gibt es vielerlei Möglichkeiten der Bewegung

Ein Gedicht lernt sich am besten im Stehen und in rythmischem Gehen. Inhalte können durch passende Bewegungen und Gesten besser behalten werden - Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Eine abgegrenzte Fläche kann zum Beispiel die Bühne sein, wo Ihr Kind auch schauspielerische Fähigkeiten zeigen kann!

Alle Lerninhalte wie zum Beispiel Einmaleins können trainiert werden, indem man rhythmisch einen Softball an die Wand wirft, Trampolin oder Seil springt oder vielleicht sogar Hanteln stemmt.

  • Wenn Sie Vokabeln abfragen, können Sie einen Softball im Frage-Antwort-Rhythmus hin und herwerfen.
  • Inhalte aus Sachtexten lernen sich leichter, wenn man sie hin- und hergehend liest und zwischendurch immer wieder den Kopf hebt, um sie zu wiederholen.

Sicher hat Ihr Kind selbst noch viele Ideen, wie man beim Lernen Bewegung mit ins Spiel bringt. Das manchmal lästige Auswendigkernen macht dadurch auch mehr Spaß.

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