Mit Lehrern reden?!
17.06.2011
Wenn Eltern gefragt werden, was sie über Gespräche mit Lehrerinnen und Lehrern denken, kommt nicht selten die Antwort: "Lehrer machen doch nur, was sie wollen" oder "Wenn man was Kritisches sagt, müssen die Kinder es ausbaden". Sind das Erfahrungen oder sind es Befürchtungen? Wie dem auch sei, in beiden Fällen können folgende Tipps einer pädagogischen Partnerschaft zwischen Elternhaus und Schule und damit insbesondere den Kindern nützen:
Tipps für ein gutes Gespräch mit Lehrkräften
- Vereinbaren Sie einen Gesprächstermin mit der Lehrperson und teilen Sie ihr sachlich mit, was Ihr Anliegen ist.
- Geben Sie ihr die Chance zur Vorbereitung.
- Werden Sie zu einem Gespräch in die Schule gebeten, fragen Sie nach dem Gesprächsanlass, damit Sie sich vorbereiten können.
- Notieren Sie alle Punkte, die Sie zur Sprache bringen wollen.
- Betonen Sie gleich zu Beginn das gemeinsame Anliegen von Eltern und Lehrern: Dem Kind beizustehen, und benennen Sie die Punkte, die Sie ansprechen möchten.
- Formulieren Sie sachlich ("Ich habe das jetzt nicht verstanden, bitte erläutern Sie mir den Punkt nochmals, bitte erklären Sie mir ...").Dadurch können Vorwürfe und Abwertungen vermieden werden.
- Eine Bitte um Rat oder Hilfe tut der Atmosphäre meistens gut.
- Falls Sie sich angegriffen fühlen, sprechen Sie das an: "Ich habe den Eindruck, dass Sie mir vorwerfen, dass ... Ich sehe mich aber nicht als Ihren Gegner. Wie können wir zu einem Konsens kommen?"
- Wenn die Lehrperson Ihnen eine Maßnahme vorschlägt, von der Sie nicht spontan überzeugt sind, vereinbaren Sie eine Bedenkzeit.
- Gibt es am Ende die Absprache, sich noch einmal zu sprechen, so machen Sie das gleich mit Datum und Uhrzeit fest, weil die gute Absicht oft schnell in Vergessenheit gerät.
- Sollten Sie keine Einigkeit im Gespräch erzielen, so bestehen Sie auf einem Gespräch mit einem Vermittler (Schulelternvertreter, Schulpsychologe, Schulleitung).
- Ein "Dankeschön" am Ende des Gesprächs ist immer gut, selbst wenn das Ergebnis (noch) nicht zufriedenstellend war. Immerhin wird die Zeit für Elterngespräche in der Berechnung der Lehrerarbeitszeit gar nicht berücksichtigt.
Für die Anregungen bedanken wir uns bei "Schubs" dem Schulberatungsservice.




