Projekt-Hintergrund

Hintergrund

In Deutschland erreichen 12,5% der Viertklässler nur das Lese-Kompetenzniveau II und darunter; diese Kinder können kaum oder nur schlecht lesen - sie gelten als leseschwach.  35% der Schülerinnen und Schüler erreichen zwar das höhere Kompetenzniveau III - haben aber beim Lesen noch immer Schwierigkeiten.
Probleme in den Bereichen Lesen und Schreiben werden mit verschiedenen Begriffen benannt: LRS, Legasthenie, Lese- und/oder Rechtschreibschwäche, Lese- und Rechtschreibstörung etc.

Unabhängig von der Definition oder den Ursachen macht jedes Handicap im Bereich des Lesens und Schreibens den betroffenen Kindern zu schaffen und verringert die Chancen für ein selbstbestimmtes Leben sowie die Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Die Kinder verstehen nicht, was mit ihnen los ist, sie zweifeln an sich und fühlen sich als Versager. Erschwerend kommen Hänseleien der Klassenkameraden hinzu und das Unverständnis von Lehrern und Eltern, die mit der Situation oft überfordert sind.

Zu oft beginnt ein unnötiger Leidensweg und die Kinder bleiben hinter ihren sozialen, emotionalen und intellektuellen Möglichkeiten zurück. Ihr Potenzial liegt brach.

Aber nicht nur die LegaKids leiden. Immer ist die ganze Familie mit einer hohen Belastung konfrontiert. Und auch die Lehrer müssen sich auf die besondere Situation der Kinder einstellen.

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Warum www.LegaKids.net?

Oft wird ein Lese und/oder Rechtschreibhandicap des Kindes nicht erkannt - mit negativen Folgen für die seelische und körperliche Gesundheit, aber auch mit negativen Folgen für die Gesellschaft.

Leider haben diese Kinder keine Lobby. Wissenschaftler streiten über die Ursachen. Kultusministerien und Verbände gehen aufgrund unterschiedlicher wissenschaftlicher Begründungen verschiedene Wege. Schulen und Behörden verweisen oft auf ein "Krankheitsmoment" der "Legasthenie" und erklären sich deshalb für nicht zuständig. Förderunterricht entfällt, weil es keine ausgebildeten Lehrer gibt. Lehrer sagen den Eltern "Das wächst sich aus ...", weil sie mit der individuellen Förderung in den großen Klassen bereits überfordert sind. Eine Beihilfe und Förderung wegen drohender seelischer Behinderung wird von den Jugendämtern immer häufiger abgelehnt.

Unsere Kinder haben unterschiedliche Begabungsschwerpunkte. Kinder, die sich in den Bereichen Lesen und Schreiben schwer tun, dürfen nicht als behindert oder krank stigmatisiert werden und sie dürfen nicht aufgrund ihrer Rechtschreibleistungen benachteiligt und von weiterführenden Schulen ausgeschlossen werden. Diese Kinder brauchen unseren besonderen Schutz und unsere Unterstützung, damit sie ihre Fähigkeiten entfalten können.

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