Loben – aber wie?

Loben und Motivieren

„Loben? Was kann man denn da schon falsch machen?“, werden Sie sich möglicherweise fragen. „Wenn man Kinder nur genug lobt, motiviert sie das sicher.“ 

Zu viel des Guten ...

Doch ständiges Gelobt-Werden wird bald nicht mehr ernst genommen, es wirkt einfach unglaubwürdig. Ein Kind, das ständigem Lob ausgesetzt ist, verzweifelt und verliert das Selbstvertrauen, wenn statt des Lobes dann doch einmal ein Tadel kommt. Ständiges Lob führt leicht zum Gegenteil dessen, was beabsichtigt wäre: Das Selbstwertgefühl des Kindes wird untergraben.

Leicht kann Lob auch gekünstelt wirken oder einfach unberechtigt sein, z.B. wenn Selbstverständliches gelobt wird oder wenn das Kind für alles und jedes mit Lob überschüttet wird.

Killer-Lob ...

Ihr Kind hat etwas gut gemacht? Etwas, worauf Sie es schon zig-mal hingewiesen haben? Etwas aus Ihrer Sicht eigentlich Selbstverständliches? : „Super! Warum machst du es nicht immer so?“ Der zweite Teil des Satzes „killt" Freude, Stolz und jede Motiation ...

 

 

Richtig loben

Loben Sie ganz konkret, also nicht einfach „Das hast du gut gemacht!", sondern z.B. „Ich finde es toll, dass du dir die Zeit genommen hast, alles nochmal genau durchzulesen!“  oder „Klasse, dass du so viele Wörter richtig geschrieben hast!“

Loben Sie  nicht nur Ergebnisse, sondern vor allem die Anstrengung: "Bei der Präsentation hast du dir richtig viel Mühe gegeben. Das finde ich toll!"

Die Lehrkraft oder Lerntherapeut*in hat Ihnen von Fortschritten berichtet? Geben Sie das Lob an Ihr Kind weiter und zeigen ihm, wie sehr Sie diese Anerkennung freut.

Loben Sie Ihr Kind also nicht als Mittel zum Zweck, sondern wenn Sie sich wirklich über ein Verhalten oder eine Leistung freuen ...