Bessere Konzentration durch dynamisches Sitzen

08.02.2011

und: Warum Mönche Schriften gerne im Kreuzgang lesen. "Sitz still, wenn du dich konzentrieren willst!" - so haben wir es als Schulkinder noch oft gehört. Heute wissen wir es jedoch besser: Dynamisches, bewegtes Sitzen fördert die Konzentration. Schließlich ist der Mensch für Bewegungen und nicht für das Stillsitzen konstruiert.

Dynamisches Sitzen heißt:

  • Das Kind verändert seine Sitzhaltung immer wieder: mal lehnt es sich an, mal nicht, mal sitzt es aufrecht, mal auf den Tisch "gelümmelt", mal im Reitersitz mit der Lehne vor sich, mal seitlich verdreht, mal mit überschlagenen Beinen, oder gestreckten u.s.w.
  • Für besonders intensive Konzentration, z.B. bei einer Klassenarbeit, ist das (automatisch aufrechte) Sitzen auf der Stuhlkante ideal. Allerdings braucht das Kind gelegentliche Unterbrechungen, um den Rücken anlehnen und entspannen zu können.
  • Eine gute Hilfe für dynamisches Sitzen ist das Luftpolsterkissen, auch "Ballkissen" genannt, weil es aus dem gleichen Material wie Sitzbälle gemacht wird. Auf den Stuhl gelegt animiert das Luftpolsterkissen automatisch zu verbesserter Körperspannung. Gleichzeitig ermöglicht es permanente, aber leichte Bewegung, verhindert Stuhlkippeln (weshalb viele Lehrer darauf schwören) und erlaubt das Anlehnen bei Bedarf.

Am besten ist es jedoch, nicht zu sitzen - wann immer möglich:

  • Schulaufgaben können auch im Liegen angefertigt werden – warum nicht.  Atmung und Blutkreislauf funktionieren in dieser Haltung besser als im Sitzen. Natürlich sollte die Schrift nicht darunter leiden.
  • Schriftliche Aufgaben kann das Kind auch stehend erledigen, z.B. am Stehpult. Sie haben keines? Doch – Bügelbretter sind zumeist höhenverstellbar und eignen sich durchaus als provisorisches Stehpult.
  • Und beim Abfragen können Sie ihr Kind unterstützen, indem Sie mit einen Ball im Frage-Antwort-Rhythmus hin- und herwerfen.

Mündliches Lernen, Einmaleins-Training, Buchstabierübungen Vokabeln pauken und Texte lesen erledigt man am besten, wie es die Mönche seit Jahrhunderten praktizieren: gehend.

Diesen Tipp verdanken wir Detlef Träbert:
www.schulberatungsservice.de