Antwort aus Brandenburg

LAND BRANDENBURG
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Bearb.:  Drews Kiep

Potsdam, 10 Februar 2010

Recht auf Lesen

Hier:  Ihr Schreiben vom 26.01 .2010 zu Ihrem Schreiben vom 28.10.2009

   

Sehr geehrter Herr Kortländer, 

Ihr o.g. Schreiben ist im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport eingegangen. Ich wurde gebeten, Ihnen zu antworten. Aufgrund eines Bürofehlers wurde Ihr Schreiben vom 28.10.2009 leider nicht beantwortet, ich bitte das zu entschuldigen.

In Ihrem Schreiben gehen Sie auf die Bedeutung des Lesens und den Stellenwert des Schriftspracherwerbs ein.

Die von Ihnen auf der Grundlage der Ottawa — Charta vorgetragenen Argumente zur Verstärkung der Bemühungen zum Schriftspracherwerb von Kindern werden auch durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport mit vertreten.

Bereits mit Schreiben vom 04.08.2009 hat mein Kollege Dr. Rudnick Ihnen unsere grundsätzliche Auffassung zum Thema mitgeteilt.

Ich erlaube mir, Ihnen kurz unsere derzeitigen landesweiten Aktivitäten zur Verbesserung der Lesekompetenz einschl, des Schriftspracherwerbs zu erläutern.

Um das Thema in den Focus aller an Schule Beteiligten zu rücken, hat das MBJS verschiedenste Materialien erarbeiten lassen, die begleitet eingeführt werden.

1.  Das Lesecurriculum

Das Lesecurriculum des Landesinstitutes für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) bietet den Lehrkräften Anregungen und Material für die Umsetzung der Zielstellung: Verbesserung der Lesekompetenz. Es wird sichergestellt, dass auf die Website www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/lesecurriculum auf Fortbildungsveranstaltungen und Dienstberatungen verwiesen wird. Es ist eine fortlaufende Erweiterung der Website vorgesehen.

Die Arbeitsergebnisse des KMK-Projekts „Pro Lesen — Auf dem Weg zur Leseschule“, an dem auch 2 Grundschulen beteiligt sind, werden durch das LISUM überarbeitet und im Lesecurriculum eingestellt.

2.  Die Herausgabe einer brandenburgischen Broschüre „Lese- und Medienecken“.   

3.  Die Einführung eines Lesenavigators für die Jahrgangsstufen 5 bis 10.

4.  Eine Mappe für Schulleitungen zur Unterstützung des Schulentwicklungspro-zesses mit dem Schwerpunkt „Leseförderung“.

In der Analyse der Ergebnisse aus der IGLU-Studie 2006 haben sich die Schwerpunkte wie Lesen in allen Fächern, Lesefärderung bei leseschwachen Schülerinnen und Schülern (Risikoschülern) und bei Jungen gezeigt. Aus diesem Grund haben wir uns das Ziel gesetzt, dass alle Schülerinnen und Schüler die Grundschule mindestens auf Kompetenzstufe 1, die Mehrzahl jedoch auf Kompetenzstufe 2 und höher verlassen.

Um dieses Ziel entsprechend vorzubereiten, hat das MBJS in Zusammenarbeit mit dem LISUM in allen sechs staatlichen Schulämtern des Landes Brandenburg die Schulrätinnen und Schulräte, Schulleiterinnen und Schulleiter im Bereich Grundschule fortgebildet. In diesem Rahmen wurde verbindlich verabredet, konkrete Ziele und Maßnahmen zur Leseförderung für den Unterricht festzulegen:

o in allen Fächern,

o für Risikoschüler sowie

o geschlechtersensible Leseförderung.

Gestützt durch das MBJS beteiligen sich Grundschulen des Landes aktiv an der Aktion der Stiftung Lesen zum Welttag des Buches 2010 im Rahmen der Förde-rung der Lesekompetenz.

Ich hoffe, dass ich Ihnen vermitteln konnte, dass es neben der Fortbildung von Lehrkräften, des Fertigens von individuellen Lernplänen für Schülerinnen und Schüler eine Vielzahl von Materialien und Aktivitäten im Land Brandenburg gibt, die sich dem von Ihnen angesprochenen Thema widmen.

Mit freundlichen Grüßen

im Auftrag

Drews Kiep

Brief als PDF

Und das Schreiben, auf dass sich obiger Brief bezieht

Per Mail am 12.02.2010

Sehr geehrter Herr Kiep,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom  10. Februar 2010

Wir haben Ihr Schreiben bereits online gestellt, damit sich sowohl Eltern wie auch Lehrkräfte ein Bild von den Aktivitäten Ihres Ministeriums machen können.
Leider gehen auch Sie nicht auf die von uns vorgeschlagene Sofortmaßnahme ein, allen Grundschullehrkräften eine fundierte Ausbildung zur Didaktik des Schriftspracherwerbs und zu mög­lichen Problemen in dem Prozess des Schriftspracherwerbs zu geben. Sehen Sie diese Basismaßnahme als nicht erforderlich an?

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kortländer

Antwort aus Brandenburg:

Sehr geehrter Herr Kortländer,

Ihre Mail habe ich erhalten. Um auf Ihre dirket gestellte Frage zu antworten ist es erforderlich, dass ich auf Fortbildung im Allgemeinen eingehe im Land. Eine Verpflichtung zur Teilnahme an einer Fortbildung besteht im Land nicht. Gesteuert durch die 6 staatlichen Schulämter werden Fortbildungsangebote unterbreitet, die unter anderem auch den von Ihnen geforderten Inhalt mit abdecken, anreißen oder ergänzen. Es besteht aus meiner Sicht keine Notwendigkeit ein gesondertes Maßnahmepaket nur zu diesem Punkt aufzugreifen, da tangierende Angebote vorhanden sind (vgl. mein Schreiben).

-- Mit freundlichen Grüßen

i.A. Drews Kiep
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg


Eine Bitte: Wenn Sie aus Brandenburg sind und uns als Eltern oder Lehrer Erfahrungen mitteilen können, sind wir sehr dankbar!



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