Tipp: Auf dem Schulhof

»Mann, das gibt es doch gar nicht«, sagte Lega.

»Der auch. Hätte ich nie gedacht.« Steni schüttelte ungläubig den Kopf und ließ das Mikrofon zum nächsten wandern.

»Da!« Lega zupfte ihn am T-Shirt. »Da, der Mathe Lehrer. Halt das Mikro mal in seine Richtung.«

Die Reflektor-Maschine knisterte laut, als das Richtmikrofon auf Herrn Wurl zeigte.

»Das geht doch gar nicht«, murmelte Steni, »der ist doch Lehrer.«

»Ich habe mitgezählt. Zwanzig haben wir jetzt getestet. Zwei knistern laut und bei drei anderen knistert es leise.«

»Das ist eben der Unterschied«, erklärte Steni, »je nachdem wie stark Lurs einen ärgert, knistert es lauter oder leiser.«

»Klugscheißer«, sagte Lega. »Aber eigentlich ist das gemein – nur die, bei denen es ganz besonders laut knistert, bekommen Hilfe. Aber all die anderen, die kriegen nichts, obwohl sie auch gegen Lurs kämpfen müssen.«

»Klar, das ist das ungerecht. Aber immerhin, meine Reflektor-Maschine funktioniert einwandfrei«, stellte Steni fest.

»Aber die Idee dazu hatte ich«, betonte Lega.

»Ach, was nützt dir die beste Idee, wenn du das Ding nicht bauen kannst? Und gebaut habe ich es.«

Steni grinste breit.

»Komm, wir gehen mal zu Herrn  Wurl«, schlug Lega vor.

»Und was sollen wir da?«

»Ihn fragen, ob er sich mit dem Lesen als Schüler schwer getan hat.«

»Ne, ich weiß nicht.«

»Angsthase! Jetzt komm schon.« Lega zog Steni mit.

»Guten Tag, Herr Wurl«, sagte Lega höflich.

»Hallo Lega, hallo Steni. Was kann ich für euch tun?«

»Och, äh, Sie haben sich ganz schön schwer mit dem Lesen getan und sind trotzdem Mathelehrer geworden. Haben Sie einen Tipp für uns, wie Sie mit Lurs fertig geworden sind?«

»Uff, woher wisst ihr das? Ich meine, dass ich mit dem Lesen solche Schwierigkeiten hatte? Und wer ist Lurs?«

Herr Wurl bekam große Augen vor Erstaunen.

»Tja«, sagte Lega, »das ist ein Geheimnis.«

ENDE

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