Wie zeigen sich Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, LRS?

"Typische Legastheniefehler" gibt es nicht!

Im Grunde ist oft schon im Lauf der 1. Klasse zu sehen, dass ein Kind Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben entwickelt.

Hartnäckig hält sich der Mythos von “typischen Legastheniefehlern”. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass es die nicht gibt. Alle Anfänger machen eine Reihe von Fehlern. Einige der Kinder aber machen mehr Fehler und das beständig über einen längeren Zeitraum hinweg. Wörter werden oft auf verschiedene Arten falsch geschrieben. Und beim Lesen werden häufig auch einfache, kurze Wörter nicht richtig erkannt.

Fehlerhäufigkeit und anhaltendes Bestehen verschiedenster Fehler

LRS und dass ein Kind Unterstützung oder Förderung braucht, erkennt man also an der Fehlerhäufigkeit und Fehlerhartnäckigkeit sowie begleitend oft an einer wachsenden Unlust zu lesen und zu schreiben.

Zu den Anfänger-Fehlern, die sich bei LRS hartnäckiger halten, gehören:

  • Verwechslung ähnlich klingender Laute und Lautkombinationen (grone/Krone, Kachte statt Karte, Schein statt Schwein).
  • Schwierigkeiten mit der richtigen Reihenfolge der Buchstaben (statt "Raum" wird "Ruam", statt "Bart" "Brat" geschrieben oder gelesen).
  • Optisch ähnliche Zeichen werden falsch gelesen (b/d/p/q, m/w/v).
  • Buchstaben am Wortanfang, am Wortende oder im Wortinneren werden ausgelassen.
  • Länge und Kürze eines Selbstlautes werden nicht erkannt (statt Sonne wird Sone wahrgenommen, mit entsprechenden Problemen beim Lesen).
  • Das Lesen bleibt über lange Zeit hinweg buchstabierend, stockend und teilweise ohne Sinnentnahme.
  • Fehlerhaft Gelesenes wird nicht erkannt, auch wenn es keinen Sinn ergibt.
  • Reime werden schlecht erkannt.
  • Die Silbenzerlegung gelingt nur mühsam.
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