Wie erkennt man Rechenschwäche?

Anzeichen von Rechen-Schwierigkeiten

Rechnen reicht in viele Bereiche des täglichen Lebens. Deswegen haben Probleme im Rechnen viele Erscheinungsformen.

In Kindergarten und Schule:

  • Bereits im Vorschulalter kann auffallen, dass Mengen nicht erkannt und zugeordnet werden können. Zum Beispiel werden Würfelaugen immer wieder nachgezählt.

Schule

  • Auffällig ist, dass Kinder mit Rechenproblemen sich nicht von der Arbeit mit Material lösen  und  häufig beim „zählenden Rechnen“ bleiben. Zunächst werden hierfür die Finger verwendet, die häufig von unauffälligen Luftfingern abgelöst werden.  Deswegen dauert und dauert es, bis schließlich das Ergebnis präsentiert wird.
  • „Offensichtliche“ Fehler, also z.B. völlig unrealistische Ergebnisse, werden nicht bemerkt.
  • Einer und Zehnerwerden vertauscht. Aus  27 wird 72.
  • Sachaufgaben sind verhasst. Das Kind sieht sich außerstande ohne fremde Hilfe eine Lösung zu finden. Im Zweifelsfall wird einfach „plus“ gerechnet, da es die einfachste Rechenart ist und das Kind sich schämt, ein leeres Blatt abzugeben.

Schwierigkeiten im Alltag:

  • Oft können die Kinder auch die Uhr schwer lernen, finden keinen Zugang zu Zeitabläufen.
  • Auch das Messen einer Strecke oder das Abwiegen fällt den Kindern schwer. Sie haben z.B. keine Vorstellung von Zentimetern und Metern oder Millilitern und Litern. Eine Einheit umzurechnen ist daher kaum machbar.
  • Viele rechenschwache Kinder vermeiden den Umgang mit Geld. Sie gehen deshalb ungern Einkaufen. Lässt sich der Einkauf nicht umgehen, zahlen sie wenn möglich mit Scheinen, da sie hoffen, dass dies genug Geld für den Einkauf ist.